8. März 2021

CDU-Kreisvorstand fordert Löbel-Rückzug bis 31. März

Mannheim

In einer persönlichen Stellungnahme hat der CDU-Bundestagsabgeordnete, Kreisvorsitzende und Stadtrat Nikolas Löbel gestern angekündigt, sich bis 31. August aus allen politischen Ämtern zurückzuziehen. Lediglich sein Amt als Kreisvorsitzender werde er mit sofortiger Wirkung abgeben.

Der Kreisvorstand beurteilt die Lage offensichtlich anders und hat Löbel aufgefordert, sich bis Ende März 2021 bis spätestens 31. März von allen Ämtern und Mandaten zurückzuziehen. Nach einer außerordentlichen Vorstandssitzung gibt der Kreisvorstand in einer Stellungnahme bekannt, dass man „überrascht, schockiert und fassungslos über die beschriebenen Vorgänge“ sei.  

Weiter heißt es: Die von Nikolas Löbel betriebene provisionsabhängige Vermittlung von Corona-Schutzmasken in der Corona-Pandemie ist nicht zu tolerieren und erfordert Konsequenzen. Wir verurteilen dieses Verhalten ausdrücklich und distanzieren uns davon. Es widerspricht ohne jeden Zweifel unseren Wertevorstellungen als christlich geprägte Rechtsstaatspartei. Die Ablehnung dieses Verhaltens in der Bevölkerung verstehen und teilen wir ausdrücklich“.

Weiter wird betont, „dass wir jegliches Verhalten, das einer ordnungs- und pflichtgemäßen Ausübung eines Mandats entgegensteht, entschieden ablehnen. Das gilt insbesondere für die Wahrnehmung und Nutzung eines Mandats für privatwirtschaftliche Zwecke“. Zeitnah wolle man nun die erforderlichen Schritte für die personelle Neuaufstellung des CDU-Kreisverbands einleiten.