28. August 2019

„Glatzkopp“-Führungen waren schnell ausgebucht

Blick in einen Aufzug
Zeitzeuge „bewegter“ Geschichte. Foto: Warlich-Zink

Seckenheim

Die dritte Auflage der Tage der Industriekultur Rhein-Neckar knüpft nahtlos an die erfolgreichen Vorjahre an. Weit mehr als 1.000 Menschen besuchten nach Angabe von Veit Lennartz innerhalb von zehn Tagen insgesamt 30 Veranstaltungen. Die meisten waren ausgebucht.

Das galt auch für die drei Führungen im Seckenheimer Wasserturm mit Europas einzigem Museum, das funktionsfähige Antriebe, Steuerungen und Aufzüge ab Beginn des späten 19. Jahrhundert zeigt.

Auch öffentliche Besichtigungen im Wasserwerk Rheinau, wo immerhin 60 Prozent des Mannheimer Trinkwassers herkommen – die anderen 40 Prozent stammen vom Käfertaler Wasserwerk – sind äußerst selten und das Interesse an den beiden Führungen war entsprechend groß.

Auch der „Glatzkopp“, wie die Seckenheimer ihr Wahrzeichen liebevoll nennen, wird nur zu besonderen Gelegenheiten und Führungen nach Voranmeldung geöffnet, wie Nico Jaletzky seinen Besuchergruppen zum Auftakt erzählte. Der junge Mann hat bei der Firma Lochbühler Mechatroniker im Fachbereich Aufzugsanlagen gelernt. Doch was er den Besuchern während er nächsten 90 Minuten erklärte, war weit mehr als Aufzugstechnik.

Es ging um Orts-, Familien- und Firmengeschichte ebenso wie um Bauhistorisches und Industriekulturgeschichte. Alles festgemacht am zwischen 1909 und 1911 erbauten, 38,5 Meter hohen Wasserturm.

Lesen Sie mehr in den Seckenheim-Rheinau-Nachrichten vom 20. September.