24. Februar 2021

Habitate für die Feldlerche werden in der Feudenheimer Au angelegt

Computeranimation
Die Feldlerchen-Habitate liegen im Südosten der Feudenheimer Au. Grafik: BUGA 23

Feudenheim

Um die Feldleche zu schützen, werden von der Bundesgartenschau-Gesellschaft Mannheim 2023 Brut- und Nahrungshabitate für die Feldlerche in der Feudenheimer Au angelegt. Aufgrund des so genannten Meideverhaltens der Feldlerche müssen ausgewiesene Flächen für den scheuen Brutvogel angelegt werden.

Die Vorbereitungen für die Anlage von Habitaten für die Feldlerche in der Feudenheimer Au fanden bereits vergangenen Samstag mit dem Umbrechen eines Grasweges statt. Auch wurden die ausgewählten Flächen bereits gemessen und ausgepflockt. Im Anschluss erfolgte die Aussaat.

In der Feudenheimer Au wurden 2019 im Rahmen der Brutvogelkartierung zwei Reviere von Feldlerchen erfasst. Da die Tiere ein ausgesprochenes Meideverhalten an den Tag legen, müssen alle geplanten Maßnahmen in der Au mit den vorhandenen Strukturen, wie Bäume, Wege und Hochgestade miteinander in Einklang gebracht werden.

Die für die Feldlerchen geeignete Ackerfläche befindet sich im Südosten der Au. In den letzten Jahren hatte bereits ein Feudenheimer Landwirt auf diesem Acker Feldlerchenfenster angelegt, die aber leider vergangenes Jahr von der Feldlerche nicht angenommen wurden.

Nun erfolgt die Optimierung der Brachestreifen, diese werden jeweils in Bunt- und Schwarzbrachestreifen aufgeteilt sein. Die Buntbrachestreifen stellen optimale Bruthabitate dar, da sie insektenreich sind und Deckung bieten (s. Abb.: orange). Daneben dienen die offenbodenartigen Schwarzbrachestreifen als Nahrungshabitat (s. Abb.: beige). Um den Ansprüchen der Feldlerche zu genügen, wird rund um diese beiden Bereiche das Getreide mit doppeltem Saatreihenabstand angelegt (siehe Abb.: grün). Die Blühstreifen werden mit artenreichem Wildpflanzensaatgut eingesät.

Die rund zwei Hektar große Ackerfläche, die für die Feldlerche optimiert wird, wird derzeit von einem schmalen Grasweg durchkreuzt. Da die Flächen für die Feldlerchen nördlich und südlich des Grasweges liegen, muss dieser zum Schutze der Feldlerche entfernt werden. Die Vögel benötigen eine große zusammenhängende Fläche und dürfen bei ihrer Brutpflege nicht durch freilaufende Hunde oder Passanten gestört werden.

Alle Maßnahmen wurden mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Mannheim abgestimmt.

Die Schaffung der Feldlerchenhabitate in der Feudenheimer Au sind eine vorbereitende Maßnahme für die in den Jahren 2021 bis 2022 realisierten Projekte Radschnellverbindung und Au-Gewässer mit Trittsteinbiotopen im Grünzug Nordost. Die Lage der Habitate ist darüber hinaus mit den Planungen der Seilbahn abgestimmt, die während der Dauer der BUGA 23 die beiden Gelände Spinelli und Luisenpark miteinander verbindet.