19. Februar 2019

Buntes Programm bei der Prunksitzung der Fröhlich Pfalz

zwei Männer auf Bühne
Dietmar Beck und Horst Siegholt führten durch das Programm. Foto: Schatz

Mannheim

Schon am Eingang waren sie zu hören, die „Huddelschnuddler“, die mit ihrer Guggemusik die Gäste auf die Sitzung der Fröhlich Pfalz einstimmten. Sie waren es dann auch, die den Einzug von Traditionscorps, Garde, Elferräten und nicht weniger als 20 Prinzessinnen und vier Prinzen von insgesamt 30 befreundeten Vereinen in den Saal begleiteten.

Das war gleich zu Beginn der Prunksitzung ein wunderschönes Bild. Begrüßt wurden die gut gelaunten Gäste im Saal von Präsident Dietmar Beck, der zusammen mit Horst Siegholt durch das musikalisch geprägte Programm führte.

Gleich zum Auftakt war es Musikprofessor Werner Beidinger, der musikalisch die Geschehnisse des vergangenen Jahres aufgriff. Die Garden der Fröhlich Pfalz sind derzeit stark dezimiert und eigentlich im Aufbau. So zeigten die Krümelgarde, angeleitet von Trainerin Manuela Baier am Bühnenrand sowie die Jugendgarde jeweils einen Gardetanz.

Was man erreichen kann, wenn man zwei Mal die Woche jeweils drei Stunden trainiert, das zeigte im späteren Verlauf die Viktoriagarde der Holzbiere aus Karlsruhe-Knielingen, die unter anderem mehrfacher Deutscher Meister ist sowie die amtierenden Badischen Meister, das Tanzpaar der Mühlburger Carnevals-Gesellschaft Kirsten Orth und Oliver Weber mit flottem Tanz und akrobatischen Sprüngen und Hebungen. Das war jeweils karnevalistischer Tanz in Perfektion.

Sie sind auf vielen Bühnen der Kurpfalz zu Hause und sorgen immer wieder für Lachtränen. Das Duo Babbel net(t) Horst „Hotte“ Siegholt und Pit Karg brachten auch das Publikum im Rosengarten mit ihrem herrlich witzigen Zwiegespräch zum Toben. Eine Zugabe war hier fällig.

Für ordentlich Stimmung sorgten die Humba-Buwe der Stadtgarde Kaiserlautern, das Wasen-Trio plus sowie Tal Ötzi Peter Lingenfelder. Mit seinem Partyschlagermedley heizte er dem Saal ein, da hielt es niemanden mehr auf seinem Stuhl.

Früher als erwartet war das Stadtprinzenpaar Dirk II. und Daniela I. gekommen. Sie verkündeten ihr Motto und nahmen auf der Bühne Platz, um eine Zeit lang fröhlich mitzufeiern.

Eine liebe Tradition ist der Auftritt von Kurfürst Karl-Theodor. Thomas Friedel, Kommandant des Ehren- und Traditionscorps, verstand es auch in diesem Jahr bestens, die Geschehnisse in Mannheim aufzugreifen wie etwa die Diskussion um den Sarotti-Mohr, den Neubau der Kunsthalle mit dem Weggang der Direktorin im Sommer oder die Diskussion um die Plakate für das Sommergrillen von Nikolas Löbel. Ganz im Sinne der unvergessenen Ruth Huber hieß es dann immer „Isch sag jo nix…“. Es hätte ihr gefallen.

Partystimmung verbreiteten die Tontauben des CC Waldhof, vor allem auch, weil sie gleich ihren ganzen Fanclub dabei hatten. Herrlich komisch der Auftritt von „Klara Kohlbecker“ Marion Striebich, die so gerne ein Mann sein wollte.

Den gelungenen Schlusspunkt unter die gut fünfstündige Sitzung setzten dann die Hofkater der Bruchkatze aus Ramstein mit ihrer musikalischen Darbietung.