5. November 2017

Die beste Lange Nacht aller Zeiten

Tausende Mannheimer feierten bei angenehmen Temperaturen

Erleuchtetes Schaufenster
Viele der Teilnehmer hatten ihre Schaufenster wunderschön dekoriert. Foto: Schatz

Mannheim

„Holger Schmid und seine Mitorganisatoren haben etxtra dafür gesorgt, dass das Wetter erst morgen umschlägt", so Stadtrat Steffen Ratzel bei der Eröffnung der Langen Nacht der Kunst und Genüsse in Neuostheim. Nahezu zeitgleich wurde in ganz Mannheim dieses Event eröffnet, dass jetzt bereits zum 14. Mal stattgefunden hat.

Ein nahezu einzigartiger „roter Faden", der die Stadtteile verbindet. Über 300 Gewerbetreibende und Initiativen hatte ihre Türen weit geöffnet und überall war der Zuspruch groß.

Gerade einmal drei Wochen nach dem verkaufsoffenen Kerwesonntag stellten die Gewerbetreibenden zum Beispiel in Seckenheim und Feudenheim mit der Langen Nacht erneut ein großes Event auf die Beine. So viel Einsatz wurde belohnt. Schon die jeweiligen Eröffnungen waren gut besucht.

Während in Seckenheim Erster Bürgermeister Christian Specht bereits zum dritten Mal den offiziellen Startschuss für die Nachtschwärmer gab, eröffnete in Feudenheim der Kreisvorsitzende des BDS Mannheim, Professor Dr. Hans-Jörg Fischer, den Abend.

Weder Kunst noch Genuss kamen in den beiden Stadtteilen zu kurz. Es lockten Rumtopf und russischer Borschtsch. Holzskulpturen, Grafiken und Plastiken schmückten die Schmiede, lustige Kinderzeichnungen rund um das Motiv Katze den Spielzeugladen.

In Feudenheim waren Blumenmädchen mit süßen Präsenten für die Besucher unterwegs, die zugleich aufgefordert waren, Mörder und Tatwaffe im eigens für die Lange Nacht von Oliver Hoffmann geschriebenen Krimis „BUGA-Papers“ herauszufinden.

In Seckenheim freute man sich über neue Teilnehmer aus dem Kreis der Gewerbetreibenden und das Mitwirken örtlicher Künstler und Ateliers. Gut, dass es da den Shuttle-Bus gab, der den einen oder anderen Weg verkürzte.

In der Schwetzingerstadt tummelte sich nach der Eröffnung von ADG-Vorsitzendem Ralf Knapp in der Friedenskirche (bei der die „Joyful Voices" bereits das erste klangliche Ausrufezeichen setzten) das Leben auf der Erlebnismeile Seckenheimer Straße und etwas abseits gab es die Möglichkeit zur Besinnung bei Gitarrenmusik in der Friedenskirche.

Da konnte auch der Ausfall des Cabrio-Shuttlebusses (wegen Getriebeschadens) keinen Abbruch tun. Auch der kurzerhand organisierte Oldtimerbus erfreute sich großer Beliebtheit.

Wer sich in Neckarau auf den Weg machte, konnte nach der Eröffnung im Vinobanco zum Beispiel Lesungen und stimmungsvolle Harfenmusik in der Matthäuskirche, aber auch Tangomusik im Reisebüro oder den „Krieg der Geranien" im Rhein-Neckar-Theater erleben.

Schon bei der Eröffnung hatte sich der stellvertretende GDS-Vorsitzende Matthias Schmitt zufrieden gezeigt, dass sich die Lange Nacht in Neckarau nach holprigen Anfängen mit stetig wachsender Teilnehmerzahl gut entwickelt habe.

In Neuostheim war wieder eine besondere Attraktion zu finden: Auf dem Flughafen konnte man eine Fahrt über das Rollfeld machen und eine Linienmaschine von innen besichtigen. Hoch her ging es aber auch im Mirenes Art bei Live-Musik und bei kleinen kulinarischen Köstlichkeiten ließen es sich die Besucher vor dem Bella Napoli gut gehen.

„Das war – ohne zu übertreiben – die beste Lange Nacht aller Zeiten", zieht Holger Schmid vom Organisationskomittee das Fazit der Langen Nacht und Genüsse 2017. Übrigens waren sich alle Eröffnungsredner einig: Dieses Engagement muss weiter unterstützt werden.

„Nach dem überragenden Zuspruch in diesem Jahr werden wir uns überlegen, den Bus-Shuttle-Service im nächsten Jahr weiter auszubauen", blickt Schmid bereits auf die nächste Lange Nacht 2018. 

Ausführliche Berichte und Bilderstrecken aus allen teilnehmenden Stadtteilen finden Sie in den kommenden Ausgaben der Stadtteilzeitungen.