1. April 2019

Wallstadt erinnert sich an drei Opfer der NS-Gewaltherrschaft

Erinnerungsfoto mit den Nachkommen der Opfer
Stefan Alles, Nachfahre von Katharina Büchler, die drei Gaetzer-Nachfahren Miguel, Momo und Alexander sowie die Lehrerin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums trafen sich nach der Verlegung auf einen Kaffee. Foto: Sohn-Fritsch

Wallstadt

Seit 2007 werden auch in Mannheim Stolpersteine verlegt. Mit dieser Aktion werden Menschen in Erinnerung gerufen, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes wurden. In Wallstadt gedenkt man so Katharina Büchler, die in der Gundelsheimer Straße 34 wohnte, bevor sie wegen einer Geisteskrankheit in Grafeneck umgebracht wurde. Das ehemals jüdische, dann aber konvertierte Arztehepaar Graetzer lebte in der Kreuzstraße 5.

Zur Verlegung der Stolpersteine vor diesem Haus waren eigens Urenkel und Ururenkel teilweise aus Ecuador angereist. Die Idee, für diese ehemaligen Wallstadter Mitbürger Stolpersteine verlegen zu lassen, wurde von Schülerinnen und Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums auf der Vogelstang umgesetzt. Sie haben auch die Finanzierung der drei Steine geschafft.

nsgesamt wurden in Mannheim 23 Stolpersteine verlegt, darunter auch in Seckenheim für Sigmund Lewin, der in der Offenburger Straße ein Fotografengeschäft hatte. Mehr darüber lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Stadtteil Nachrichten.