28. Juni 2018

Spendenaktion „Filmschätze retten“ findet wertvolle Unterstützer

Menschen bei Spendenübergabe
Spendenaktion mit Buchübergabe: Ulrich Nieß, Helen Heberer, Susanne Martinez und Hans-Peter Schwöbel (v.l.n.r.). Foto: MARCHIVUM

Mannheim

Das Ehepaar Susanna Martinez und Hans-Peter Schwöbel kam persönlich vorbei, um nicht nur das MARCHIVUM kennenzulernen, sondern auch um dessen Arbeit vor Ort zu unterstützen: Sie spendeten großzügig 2.000 Euro für die Rettung der Mannheimer Filmschätze.

„Wir spenden, weil wir zur Bewahrung des Gedächtnisses unserer Stadt beitragen wollen. Wenn Filme sich einfach auflösen und es Möglichkeiten gibt, sie durch Digitalisierung zu retten, muss man diese Chance nutzen; denn ohne Erinnerung löst sich unsere Kultur auf“, so begründet Hans-Peter Schwöbel sein Engagement.

Helen Heberer, Vorsitzende des Freundeskreises MARCHIVUM, dankte ebenso herzlich wie Ulrich Nieß, Direktor des Hauses. Alle drei sind sich als echte „Bloomäuler“ ohnehin verbunden und überaus dankbar für die großartige Berichterstattung und Unterstützung vom Mannheimer Morgen und dem Rhein Neckar Fernsehen: Regelmäßig geben eigens produzierte Filmclips Einblicke in die Filmschätze des MARCHIVUM, und es wird über den Stand der Digitalisierungsaktion berichtet.

Mehr als 60 Prozent der erforderlichen Spendensumme ist zwischenzeitlich schon zusammengekommen. Die Aktion, welche vom Freundeskreis ins Leben gerufen wurde, läuft solange, bis der letzte Film digitalisiert ist.

Susanna Martinez übergab beim Besichtigungstermin dem MARCHIVUM auch ihr jüngstes Werk „Das Meer an der Küste gleich. Gedichte und Aphorismen“. Der Freundeskreis revanchierte sich im Gegenzug mit seiner jüngsten DVD- und Buch-Publikation über das Mannheimer KZ-Opfer Sophie Stippel und den KZ-Kommandanten von Auschwitz Rudolf Höß, der einst in Mannheim aufwuchs.