20. Juni 2018

Zwangsversteigerung Altes Relaishaus abgesagt

Abgebranntes Haus
Seit Oktober 2015 steht das Alte Relaishaus als Brandruine in der Relaisstraße. Seine Zukunft ist ungewiss. Foto: Warlich-Zink

Rheinau

Die für heute um 9 Uhr angesetzte Zwangsversteigerung des Alten Relaishauses wurde von der Sparkasse Rhein Neckar Nord kurzfristig abgesagt. Die Immobilie diente der Bank als Sicherheit, falls der Kredit vom Eigentümer nicht bedient werden kann.

„In diesem Fall sollte unsere Kreditsicherheit mittels Zwangsversteigerung verwertet werden. Nun kam der Schuldner allerdings unerwartet seinen Verpflichtungen nach, sodass die Sparkasse als Gläubiger die Immobilie nicht mehr zwangsversteigern muss und auch rechtlich nicht zwangsversteigern darf“, teilte deren Pressesprecher Rico Fischer mit. Wie es weitergeht liege im Ermessen des Eigentümers.

Die Stadt hatte im Vorfeld bekanntgegeben, bei der Versteigerung mietbieten zu wollen, um das denkmalgeschützte und identitätsstiftende Gebäude für die Rheinau zu erhalten. Auch ist die Verwaltung für notwendige Sicherungsmaßnahmen in Höhe von 90.000 Euro in Vorlage getreten, um eine Einsturzgefahr zu verhindern.

Aus dem Stadtteil heraus waren in den letzten Wochen zahlreiche Vorschläge für eine zukünftige Nutzung gemacht worden, darunter auch die Verlegung des Polizeipostens von Rheinau-Casterfeld.

Das hat Innenminister Strobl mittlerweile in einem Schreiben an den SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Boris Weirauch abgelehnt. Der Minister verweist darauf, dass die aktuelle Unterbringung des Polizeipostens in einer landeseigenen Liegenschaft den technischen und polizeifachlichen Anforderungen genüge.

Lesen Sie mehr in den Seckenheim-Rheinau-Nachrichten, Ausgabe 6. Juli.