27. April 2021

SPD will nachhaltiges Gesamtkonzept auf der Otto-Bauder-Anlage

Seckenheim

Über die Zukunft der Otto-Bauder-Anlage haben sich die SPD Bezirksbeiräte Evi Korta-Petry und Giuseppe Randisi mit der Sprecherin für Stadtentwicklung der SPD im Gemeinderat, Isabel Cademartori, und dem Fraktionsvorsitzenden Thorsten Riehle virtuell ausgetauscht.

Für den Ortsverein machte Randisi klar, dass nicht nur Themen wie bezahlbares Wohnen, Energieversorgung durch Photovoltaik oder ausreichend große Grünanlagen im Vordergrund stehen, sondern auch der Erhalt des über Jahrzehnte gewachsenen Baumbestandes.

„Dazu braucht es eine klare Vorgabe im Ideenwettbewerb für das Quartier“, so Randisi und regt für die SPD-Bezirksbeiräte an, von Anfang die Möglichkeit mitzudenken, Regenwasser in Zisternen aufzufangen und den Bäumen und Grünflächen in den niederschlagsarmen Monaten zuzuführen.

Ein möglichst autofreies Quartier wünscht sich Evi Korta-Petry. Damit hätten Kinder und Familien auf allen Flächen Vorrang und die Aufenthaltsqualität würde verbessert. Mit dem „Seggema Loch“ sei die künftige Quartiergarage quasi schon angelegt und reduziere den notwendigen Bodenaushub.

Außerdem könnten Angebote wie Car Sharing oder Lastenradverleih attraktive Angebote sein, ganz auf das individuelle Fahrzeug zu verzichten. Unverzichtbar seien jedoch ausreichend Ladestationen für Elektroautos. Bei allen Zukunftsplänen für das künftige Wohnquartier, werde man die Situation der auf dem Gelände noch wohnenden Familie nicht aus dem Auge verlieren, verspricht sie.

„Das Ausspielen einer Nutzung als Wohnquartier gegen eine unbebaute Fläche ist nicht produktiv“, zeigt sich Riehle überzeugt, Bebauung und Klimaschutz miteinander zu vereinbaren sind. Die Verwaltung habe in Seckenheim eine gute Chance, das in einem begrenzten Quartier unter Beweis zu stellen.

„Die künftige Wohnbebauung dort hat das Potential zu beweisen, dass sich Einfamilienhäuser, aber auch Geschosswohnungsbau mit Umsetzung der 30 Prozent-Quote für bezahlbares Wohnen und eine Ausrichtung an ökologischen Werten nicht ausschließen“, meint auch Cademartori.

Mit den bisherigen Erfahrungen, die die Stadt Mannheim zusammen mit GBG und MWSP auf den Konversionsflächen gesammelt habe, lasse sich das neue Quartier so gestalten, dass durch ein nachhaltiges Gesamtkonzept ökologische Aspekte im Vordergrund stehen. Riehle will die Ideen Seckenheimer SPD in die Fraktion einbringen.