13. Juni 2017

B.A.U.-Renntag trotz Hitze gut besucht

Pferderennen
Spannende Rennen gab es beim B.A.U.-Renntag zu sehen. Foto: Schatz

Seckenheim

„Eigentlich haben wir heute noch viel weniger Besucher erwartet“, so Holger Schmid, Präsident des Badischen Rennvereins zum B.A.U.-Renntag. „Wir sind mit der Besucherzahl durchaus zufrieden“, so Schmid weiter. Trotz großer Hitze und Schwimmbadwetters, der großen Radveranstaltung in Mannheim und natürlich auch der Pfingstferien waren dennoch wieder rund 6000 pferdesportbegeisterte Fans zur Waldrennbahn gekommen.

Sie bekamen, trotz eines recht dünn besetzten Starterfeldes, durchaus spannende Rennen zu sehen. Nicht fehlen darf auf der Waldrennbahn natürlich das beliebte Jagdrennen, denn Mannheim hat ein Herz für den Hindernissport. Das bewies sich am Sonntag einmal mehr. Mit einem 3.600 Meter-Jagdrennen bot man erneut ein interessantes Rennen über Sprünge an. Und nach ihrem doch etwas ernüchternden fünften Rang in der Badenia am 30. April auf dieser Bahn rehabilitierte sich die in dieser Saison schon im Hindernis-Mekka Auteuil platzierte Stute Belle Et Riche, deren Name „schön und reich“ bedeutet.

Auf der Flachen zog die sechsjährige Stute für Ehrenpräsident Michael Himmelsbach und den Stall Tee-Time mit der jungen Sonja Daroszewski noch nach vorne und kam sicher gegen den tapferen Veteran Sekundant und den lange mit Vorsprung führenden Storm of Swords zum Zuge.

Das wichtigste Rennen auf der Flachbahn ging an Event Mozart aus dem Stall von Sven Schleppi. Die 50:10-Chance setzte sich mit Lena Maria Mattes gegen Pardels und Shagan durch. Im einleitenden 1.400 Meter-Rennen bewies die in dieser Woche sogar in Schweden erfolgreiche Steffi Hofer ihre starke Form mit Sarah Helliers Meadow Dew, der sich nach Kampf gegen die Favoritin Betsy Coed und Angel Danon verteidigte.

Lokalmatador Horst Rudolph dominierte ein 2.500 Meter-Handicap, denn mit Olkaria und Southern Comfort kamen beide Erstplatzierten aus seinem Stall. Härter kämpfen als gedacht musste der Favorit Gittan unter Tommaso Scardino aus dem belgischen Stall von Nadine Verheyen gegen den Lokalmatador Natiago und Malvia in einer 1.400 Meter-Prüfung. Dem riesigen Vertrauen als Favoritin wurde Marco Kleins Sensational Secret mit Tommaso Scardino in einem 1.400 Meter-Handicap vor Princess Peaches und Romantic Soldier gerecht.

Scardino ließ sich auch einen 1.900 Meter-Ausgleich IV mit Born To Be Alive aus dem Stall von Fabienne Gerstner gegen Avorio und Onenightinbangkok nicht nehmen. Mit insgesamt drei Siegen war er somit der erfolgreichste Jockey an diesem Renntag. Im abschließenden 2.500 Meter-Rennen gab sich Christian von der Reckes Interior Minister gegen Manchurian und Cumbriano keine Blöße.

Nach Ende des letzten Rennens wartete wieder auf alle Zuschauer, die bei ihren Wetten kein Glück hatten, die große Wettscheintombola mit interessanten Preisen.