25. September 2018

Heimerfolg für Kitaneso und Exclusive Potion

Pferderennen
Lange führte Lilli-Marie Enels im Fegentri-Rennen das Feld an. Foto: Schatz

Seckenheim

Auf einen überaus erfolgreichen Renntag kann nicht nur der Badische Rennverein zurück blicken sondern vor allem Trainer Marco Klein. Dass Exclusive Potion mit Tommaso Scardino gute Chancen im Soho Turley Cup hat, das hatte der Public-Trainer vorausgesehen. Auch, dass der Wallach das Rennen eher langsam angeht, um dann am Ende quasi zu explodieren. Und genauso war es auch.

Noch beim ersten Durchlauf des Ausgleich III über 1400 Meter auf der Geraden lag er ganz hinten, um dann schon auf der Gegengeraden immer mehr Boden gut zu machen und am Ende als erster durchs Ziel zu gehen. Hier hatte Jockey Tommaso Scardino alles richtig gemacht.

Dass aber Wüstenlady unter Mirko Sanna, das zweite von Klein trainierte Pferd in diesem Rennen, als zweite ins Ziel kommt, das war auch für den Trainer überraschend.

Optimale  Bedingungen waren es wohl auch für ein weiteres, von Klein vorbereitetes Pferd. „Kitaneso mag die Wärme überhaupt nicht, er ist kein Sommerpferd“ so der Erfolgstrainer über den Wallach aus dem Stall Odon, der unter Maike Riehl unangefochten das Hauptereignis des Tages, den Preis der BMW Niederlassung Mannheim, einen Ausgleich II, gewann.

Auch für das letzte Rennen hätte Marco Klein mit seinem eigenen Pferd Ignaz noch einen heißen Siegkandidaten gehabt. Das musste aber wegen des schweren Unwetters aus Sicherheitsgründen abgesagt werden.

Es gab an diesem Renntag aber  noch jemanden, der beziehungsweise die Grund zum Strahlen hatte. Die in der WM-Wertung klar führende Lilli-Marie Engels sicherte sich mit dem zweiten Platz auf Salimera hinter der Schweizerin Naomi Heller schon vorzeitig die Weltmeisterschaft der Fegentri-Amateure.

Mit insgesamt 212 Punkten kann die 18-jährige Engels nicht mehr vom 1. Platz verdrängt werden und holt somit nach  Berit Weber im Jahre 2012 den Titel wieder nach Deutschland.

Bei der WM-Wertung der Herren hingegen ist noch alles offen, die Spitze dicht gedrängt. Hier sprang Kevin Braye als Ersatzreiter für Marc Timpelan ein und dominierte mit Giant Grizzly stets vor Octavian und Cumbriano.

Begonnen  hatte der Renntag mit dem 10. Wertungslauf zum Wettstar Junior-Cup Südwest, welchen  die Favoritin Porte du Paradis mit der 15-jährigen Arabella Vercelli gegen Ramblin Shadow und Adjini unangefochten gewann.

Den Seckenheimer Triumph machte der Ehrenpräsident des Rennvereins Michael Himmelsbach beziehungsweise dessen neues Pferd Mariele mit dem unerwarteten 2. Platz hinter dem Favoriten Wutzelmann, der bereits seinen vierten Erfolg in Serie feierte,  im Jagdrennen komplett.

Zittern musste an diesem Sonntag Dr. Dirk Friedrich, denn lange war nicht klar, ob das von ihm organisierte Trakehner-Rennen überhaupt stattfinden kann. Doch der Wettergott hatte ein Einsehen und so konnte das Rennen über 2500 Meter um den Siegfried Freiherr von Schrötter-Wohnsdorff  Gedächtnispreis planmäßig starten.

Hier siegte Pia Sophie Schmid auf Bernardo vor dem favorisierten Chello, der von Chantal Buß geritten wurde. Zur Siegerehrung war die Tochter des Freiherrn, Gräfin zu Eulenburg, eigens nach Mannheim gekommen.

Den Preis der Unternehmensgruppe Pfitzenmeier konnte Fabian Xaver Weißmeier auf Apollo vor Dream of Future und Idominea mit einem Start-Ziel-Sieg für sich entscheiden.

Traditionell findet am Septemberrenntag der Hutwettbewerb, gesponsert von Hans Dieter Wüst von Juwelier Wenthe statt. Rund 30 Damen stellten sich hier der Publikumsjury, welche dann wiederum die drei schönsten Hüte beziehungsweise Outfits wählte.

Inken Haas konnte sich hier als Siegerin über eine wertvolle Chopard Handtasche freuen, die beiden zweit- und drittplatzierten Jessika Hartmann und Denise Kaft erhielten eine wertvolle Uhr.