26. April 2018

Hochdekorierte Medaillengewinner satteln auf dem Mühlfeld

Reiter auf Pferd
Auf dem Mühlfeld gibt es ab dem Wochenende die Weltelite im Reitsport zu sehen. Foto: Schatz

Neuostheim

Vom 28. April bis zum 8. Mai sattelt im MVV-Reitstadion die internationale Elite im Springen, in der Dressur und bei den Para-Equestrians sowie die Stars von morgen der Dressur (U25, Junioren, Junge Reiter, Pony). Insgesamt geben sich an den beiden Turnierwochenenden der „Mannheimer Pferdewoche“ über 210 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 33 Nationen und allen fünf Kontinenten mit mehr als 500 Pferden ein Stelldichein auf dem Turniergelände.

Dabei gibt es eine Premiere im MVV-Reitstadion: Erstmals starten Reiterinnen und Reiter aus Korea, aus dem Libanon und aus Puerto Rico auf dem Mühlfeld. „Das Nennungsergebnis zeigt, dass der Reitsport immer internationaler wird und die Weltspitze immer enger zusammenrückt“, kommentiert Peter Hofmann einen seit Jahren spürbaren Trend.

Die Liste der Stars führt diesmal im Springen Christian Ahlmann (Marl) an. Der Weltcupsieger von 2011 und in Rio 2016 Olympia-Dritter mit der deutschen Equipe gewann im vergangenen Jahr zum zweiten Mal nach 2010 den krönenden Abschluss und Höhepunkt des Turniers, „Die Badenia“, den Großen Preis der MVV am „Maimarkt-Dienstag“.

Sollte er mit  seinem Schimmel Colorit auch dieses Jahr wieder gewinnen, dann hätte erstmals ein Pferd die Badenia drei Mal gewonnen, was bisher einmalig wäre. In diesem Jahr können sich die Starter in der Badenia für die World Equestrian Games (WEG) vom 11. bis 23. September in Tryon (USA) qualifizieren.

In der Dressur – in diesem Jahr erstmals als Vier-Sterne-Turnier ausgeschrieben – wird alles überstrahlt von Isabell Werth (Rheinberg). Die mehrmalige Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin kommt als frischgebackene Weltcup-Siegerin nach Mannheim.

„Zugpferd“ bei den Dressurreitern mit Behinderung ist die erfolgreichste Paralympics-Teilnehmerin der Welt, Hannelore Brenner (Wachenheim). Für alle Sattelcracks ist das Maimarkt-Turnier eine erste Standortbestimmung auf dem Weg zu den Weltreiterspielen.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es bei aller Freude über das hochklassige Starterfeld aber doch. Das beim Publikum sehr beliebte Arena-Polo kann  in diesem Jahr wegen eine Turniers auf Mallorca nicht stattfinden. „Wir wollten hier keinen zweitklassigen Ersatz und geben lieber dem Dressurnachwuchs die Chance, sich auch einmal im großen Stadion zu präsentieren“, so Peter Hofmann.