31. Oktober 2019

Saisonabschluss auf der Waldrennbahn

Pferderennen
Bei herrlichem Herbstwetter gab es zum Saisonfinale acht interessante Rennen zu sehen. Foto: Schatz

Seckenheim

Besser hätte das Saisonfinale auf der Waldrennbahn für die Mannheimer Trainer kaum laufen können. Seine insgesamt zehn eingesetzten Pferde holten Trainer Marco Klein drei Siege, zwei zweite Plätze und waren gleich drei Mal in den Geldrängen zu finden.

Zwei Mal schafften das die Pferde von Horst Rudolph sowie Kashani im Besitz von Rennvereinspräsident Stephan Buchner. Dieser wiederum konnte sich über einen erfolgreichen Oktoberfestrenntag freuen.

Bei herrlichem Wetter waren rund 4000  Besucher zur Waldrennbahn gekommen, viele davon passend gekleidet mit Dirndl und Lederhose.

Gleich im ersten Rennen des Tages, dem Altersgewichtsrennen über 2500 Meter, sorgte Lokalmatadorin Thunder Light  mit Tommaso Scardino im Sattel für eine Überraschung indem sie den lange führenden Favoriten Kingdom of Heaven mit nicht weniger als 13 Längen Vorsprung besiegte.

Dieser Treffer war der Auftakt einer Triplette für den erfolgreichen Trainer Marco Klein, denn dieser stellte mit dem Bahnspezialisten Kitaneso  unter Maike Riehl, der gegen seinen Trainingsgefährten Earl überraschend gewann, und der im Besitz des Stalles Comet stehenden Stute Wüstenlady  mit Ricardo Mela im Sattel noch zwei weitere Sieger.

Einen vierten Treffer verpasste Klein im Ausgleich IV über 2500 Meter, denn hier hatte der von ihm trainierte Dreijährige Bergpfad als Zweiter keine Chance gegen Henk Grewes Indara, als die von Carlos Henrique gerittene Favoritin mit einem Vorsprung von achteinhalb Längen vor dem Klein-Schützling ins Ziel kam.

Albrecht Woeste, ehemaliger Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen, ist eher ein seltener Gast auf der Waldrennbahn in Seckenheim. Doch am Samstag war der Düsseldorfer beim Saisonfinale live vor Ort, denn mit dem Dreijährigen Dato im Ausgleich I, und der Stute Tex Hollow, die im Sieglosenrennen über 1900 Meter als haushohe Favoritin an den Start kam, hatte er mit seinem Stall Grafenberg zwei hochinteressante Starter.

Sascha Smrczeks Dato, der unter Lukas Delozier als Favorit in den Preis der B. A. U. Mannheim gegangen war, gewann das mit 22.500 Euro dotierte Top-Handicap über 1900 Meter Start-Ziel mit siebeneinhalb Längen Vorsprung gegen Numerion, hinter dem mit Manipur ein weiteres stark gewettetes Pferd den dritten Platz belegte.

Die ebenfalls von Sascha Smrczek trainierte Tex Hollow, die im Sieglosenrennen über 1900 Meter als Favoritin angetreten war, setzte noch einen drauf, denn mit einem Vorsprung von sage und schreibe 25 Längen gegenüber dem Zweiten Axxell dürfte sie einer der überlegensten Sieger der gesamten Saison gewesen sein. Auch hier saß Lukas Delozier im Sattel.

Wie der Franzose und Sascha Smrczek konnte sich auch Maxim Pecheur, zweiter der aktuellen Jockey-Statistik, über zwei Siege freuen und den Abstand zum Ersten der Statistik auf nunmehr vier Punkte verkürzen.

Zunächst ritt Pecheur im Ausgleich IV über 1900 Meter den Außenseiter Nantiago zum Sieg. Mit einem Hals-Vorteil siegte der Schützling von Uwe Schwinn gegen Rock of Cashel, König Arte, und Sybil Grand.

Sieg Nummer zwei gelang dem bei Markus Klug im Gestüt Röttgen angestellten Jockey dann im Maidenrennen der Dreijährigen über 1900 Meter, in dem er die von seinem Chef für das Gestüt Röttgen trainierte Sternjuwel als Favoritin locker zum Sieg führte. Nicht weniger als elf Längen legte Sternjuwel zwischen sich, und die Zweitplatzierte Champagne Clouds.