10. September 2018

Stippvisite in Mannschaftsstärke: DFB-Elf landet in Neuostheim

Mann  steigt aus Flugzeug
Jogi Löw verlässt als erster die Maschine und betritt Mannheimer Boden. Foto: Kranczoch

Neuostheim

Der Chef betritt als erstes Mannheimer Boden: Jogi Löw wirkt nicht besonders beeindruckt, als er um 12.35 Uhr aus der Dornier-328-Maschine der Rhein Neckar Air steigt.

Hintergrund: Das erste Freundschaftsspiel nach der Weltmeisterschaft bestrittt die deutsche Nationalmannschaft gestern in Sinsheim gegen WM-Teilnehmer Peru. In Mannheim ist die Mannschaft gelandet, weil sie zur Vorbereitung in einem Heidelberger Hotel Station machte.

Besondere Sicherheitsvorkehrungen habe es im Vorfeld keine gegeben, so Reinhard Becker, Chef des Mannheimer Flughafens. Das Procedere sei das Gleiche, wenn zum Beispiel die Mannschaft der TSG Hoffenheim in Mannheim lande.

Der Bus steht schon bereits auf dem Rollfeld, so dass die Spieler gleich aus dem Flugzeug wechseln könne. „Wir sind heute ohnehin mehr und mit der vollen Mannschaft da, wegen des Riesenauftriebs aufgrund der Flugtage“, so Becker.

Apropos Aufrieb: Hunderte Fans hatten sich in der Abflughalle und auf dem Dach des benachbarten Parkhauses eingefunden, um „Die Mannschaft“ aus der Nähe zu erleben. „Wir wollen Manu Neuer sehen“ wurde skandiert.

Der DFB hatte gleich zwei Flugzeuge gebucht, um aus München nach Mannheim zu fliegen. Nach 15 Minuten war der Spuk auch schon wieder vorbei und die Mannschaft auf dem Weg nach Heidelberg.

Zurück blieb auch ein entspannter Reinhard Becker, der prominenten Besuch schon gewöhnt ist. „Ich kann mich erinnern, wir hatten Weihnachtsfeier und die Belegschaft hatte sich gewünscht, auf dem Rollfeld zu Grillen“, erzählt er.

Am selben Abend landete allerdings die Mannschaft von Borussia Dortmund und der damalige Trainer Jürgen Klopp stieg aus dem Flugzeug, sah die gerade fertig gewordenen Würstchen auf dem Grill und es entfuhr ihm: „Hier würde ich am liebsten bleiben“.