29. August 2019

Astronom Christian Mayer erhält Platz auf der Meile der Innovationen

Menschen vor einer Bronzeplatte
Die Bronzeplatte liegt nur unweit des Sternwartenturms. Foto: Warlich-Zink

Mannheim

Christian Mayer hätte aufgrund seiner Ausbildung auch ein bedeutender Mathematiker, Sprachgelehrter, Philosoph oder einflussreicher Theologe werden können. Bekannt wird er jedoch aufgrund seiner Himmelsbeobachtungen, die er zunächst in seinem kleinen Schwetzinger Observatorium und ab 1775 in der Mannheimer Sternwarte anstellt.

Mayer erkennt als erster Forscher, dass Doppelsterne nicht optisch, sondern physikalisch zusammenhängen und ein geschlossenes System bilden. Seinen Kenntnissen zur Landvermessung ist mit der Charta Palatina zudem die erste geografisch genaue Karte der Kurpfalz zu verdanken.

Exakt 300 Jahre nach seinem Geburtstag am 20. August 1719 ist der Jesuitenpater, Kurfürstliche Hofrat und Astronom Teil der Kurpfälzer Meile der Innovationen geworden. Der gleichnamige Verein hat für ihn eine Bronzetafel in den Gehweg vor dem Mannheimer Schloss eingelassen.

Die mittlerweile 20. zu Ehren kluger Köpfe in der Region. “Allerdings die erste, die wir komplett aus eigenen Mitteln finanziert haben”, wie die stellvertretende Vorsitzende Roswitha Henz-Best bei der Feierstunde im Sternwartenturm in A 4 erklärte, den Mayer selbst plante, um ab Januar 1775 dort zu wohnen und zu arbeiten.

Lesen Sie mehr in den Mannheimer Stadtteil-Nachrichten vom 20. September.