7. Mai 2019

Führung durch die Erlöserkirche

Seckenheim

Die Regionalgruppe Mannheim der Badischen Heimat lädt ein zu einer  Führung durch die Erlöserkirche. Die protestantische Erlöserkirche wurde zwischen 1866 und 1869 nach den Plänen des Kirchenarchitekten Hermann Behaghel errichtet. Sie stellt eine dreischiffige Emporenkirche im neugotischen Stil mit einem Eingangsturm dar.

Nachdem in Seckenheim die Reformation eingeführt worden war, wurde in der ehemaligen katholischen St. Aegidius-Kirche fast 100 Jahre lang der reformierte Gottesdienst gefeiert. Mit Einführung des Bergsträßer Rezesses von 1650 wurde die Aegidius-Kirche über 200 Jahre eine Simultankirche.

Die Katholiken und Reformierten/Lutheraner teilten sich das Gotteshaus für ihre Gottesdienste, bis der Bau der Evangelisch-Protestantischen Kirche fertig gestellt war. 1869 wurde das neue Gotteshaus in der Seckenheimer Hauptstraße eingeweiht.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die protestantische Kirche kaum beschädigt und 1903 zum ersten Mal renoviert, eine weitere Innenrenovierung fand 1951 statt. Nun erhielt sie den Namen Erlöserkirche. Es folgten weitere Renovierungen.

Das Chorinnere ist geprägt von bunten Spitzbogenfenstern des neugotischen Baustils. Der 65 Meter hohe Turm hat ein gotisch verziertes Eingangsportal und im Vorraum des Turmes befindet sich ein Kriegerdenkmal von 1920.

Die Empore besteht aus Holz und ist verziert mit „neugotischen Schnitzereien“. Seit 1955 befindet sich in der Kirche eine Klais Orgel der Firma Klais Orgelbau aus Bonn.

Die führung findet statt am Mittwoch, 8. Mai, 16.50 Uhr. Der Treffpunkt ist Seckenheimer Hauptstraße 135 (schräg gegenüber vom ehemaligen Rathaus Eingangsbereich Kirche), Beginn der Führung: 17 Uhr, Referenten: Diakonin Krüger/Pfarrer Krüger, Evangelische Kirchengemeinde Mannheim-Seckenheim.

Verkehrsverbindung: RNV (OEG) Linie 5 von Haltestelle Mannheim Hauptbahnhof Richtung Heidelberg zur Haltestelle Seckenheim Rathaus.