18. Dezember 2017

Hospiz-Förderverein wählt Vorstand neu

Menschen durchschneiden ein Band
Roland Hartung (v.l.), Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz, Peter Frankenberg, Vorstand der Heinrich-Vetter-Stiftung, Hospizleiterin Gabriele Andres und Caritas-Vorsitzende Regina Hertlein eröffnen das Hospiz St. Vincent Süd. Foto: Koch

Käfertal

Der Förderverein St. Vincent Hospiz hat seinen Vorstand neu gewählt: Auf der Mitgliederversammlung im Joseph-Bauer-Haus wurde der Erste Vorsitzende Roland Hartung für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Auch seine Stellvertreter Dr. Adelheid Weiss und Prof. Dr. Dieter Buchheidt wurden erneut gewählt, ebenso wie Schatzmeister Volker Hemmerich, Schriftführer Bernhard Kannengießer und Beisitzerin Gertrud Frohburg. Neuer Beisitzer wurde Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz. Seine Vorgängerin Birgit Roters kandidierte nicht mehr. Rechnungsprüfer sind Clemens Herrmann und Christian Dürr.

„Die vergangenen vier Jahre waren die erfolgreichsten in der Geschichte des Fördervereins“, berichtete Roland Hartung. Es wurden zwei neue Hospize gebaut – eins im Caritas-Zentrum St. Franziskus auf dem Waldhof als neuer Standort für das bestehende Hospiz St. Vincent und ein zweites im Regine-Kaufmann-Haus in Ilvesheim.

In beiden Neubauten finanzierte der Förderverein die gesamte Ausstattung und die künstlerische Gestaltung der Räume der Stille. Im Norden kreierte Glaskünstler Yvelle Gabriel den „Rosenraum“ mit warmen Rottönen, im Süden schuf Nikolaus Koliusis den „besonderen Raum“ mit blauen und gelben Akzenten.

„Der Förderverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Hospizgedanken in breiten Bevölkerungsschichten bekannt zu machen und Ängste abzubauen“, erläuterte Roland Hartung. So wurden anlässlich der Einweihungsfeiern für die Hospize an beiden Standorten Tage der offenen Tür veranstaltet. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, die Räume zu besichtigen, bevor dort Gäste einziehen.

Darüber hinaus wurden erstmals so genannte Letzte-Hilfe-Kurse in Zusammenarbeit mit der Abendakademie angeboten. In den dreistündigen Veranstaltungen wird Wissen über Vorgänge des Sterbens vermittelt. Das Interesse übertraf die Erwartungen bei weitem: Nachdem die zehn Kurse schnell ausgebucht waren, wurden fünf weitere Termine angeboten.

Auch ein Hospiz-Symposium hat der Förderverein in diesem Jahr wieder veranstaltet, das diesmal unter dem Titel „Begleitung am Lebensende - zwischen Sorge und Geschäft“ stand.

Der Förderverein hat aktuell 329 Mitglieder und steht laut Schatzmeister Volker Hemmerich wirtschaftlich auf einem guten Fundament. Neben der Verbreitung des Hospizgedankens gehört es zu seinen Aufgaben, das strukturelle Defizit des Hospizes St. Vincent auszugleichen.

Es entsteht dadurch, dass die Kranken- und Pflegekassen nur 95 Prozent der Kosten für die Hospizgäste übernehmen und somit eine Finanzierungslücke von 5 Prozent verbleibt.