2. April 2019

LEA-Bewohner können jetzt schneidern lernen

zwei Frauen und ein Mann mit Nähmaschine
Daphne Hadjiandreou-Boll (Stadt Mannheim, v.l.), Jovica Arvanitelli (Landesverband Deutscher Sinti und Roma) und Sigrid Kemptner (Caritas) in der Nähwerkstatt. Foto: Koch

Neckarstadt

Die Flüchtlinge, die in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in der Neckarstadt untergebracht sind, haben jetzt die Möglichkeit, einmal die Woche nähen und schneidern zu lernen – von einem ausgebildeten Schneidermeister.

Möglich wurde dies durch eine Kooperation des Caritasverbands Mannheim mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden Württemberg. Unterstützt wird das Angebot vom Flüchtlingsfonds der Stadt Mannheim und vom Regierungspräsidium Karlsruhe. Gestern haben Vertreterinnen der Institutionen die Nähwerkstatt offiziell eröffnet.

Fünf bis sechs Bewohnerinnen und Bewohner der LEA können jeweils an dem Angebot teilnehmen. Von Kursleiter Jovica Arvanitelli lernen sie aktuell, wie sie gespendete Kleidung aus der Kleiderkammer für sich ändern und Gardinen für ihre Zimmer nähen.

Da gebe es den größten Bedarf, erklärt der gelernte Schneider. Aber auch Einkaufstaschen oder Sportbeutel für Kinder können hergestellt werden. Sich beschäftigen, kreativ arbeiten, für sich selbst etwas anfertigen – das tue den geflüchteten Menschen gut.

In der neuen Nähwerkstatt in der LEA wurden zwei Projekte aus dem Benjamin Franklin Village zusammengeführt: Die Caritas betrieb dort seit 2015 ein von Ehrenamtlichen geleitetes Näh- und Strickcafé. Das Kulturhaus Romnokher und der Verband Deutscher Sinti und Roma hatten 2017 zusätzlich eine Nähwerkstatt eingerichtet und 2018 für Kinder erweitert.

Die Nähwerkstatt findet jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr statt. Wer Nähutensilien und Stoffe spenden möchte, kann diese beim Verband Deutscher Sinti und Roma (Kulturhaus Romnokher), B 7, 16, oder im Haus der Caritas, B 5, 19a, abgeben.