2. August 2019

Luisenpark zählt dieses Jahr 82 Jungstörche in 44 Nestern

Störche im Nest
Zwei der insgesamt 82 Jungstörche in ihrem Nest. Foto: zg

Oststadt

Mit 82 gezählten Jungstörchen im Luisenpark blicken die Parkbetreiber auch dieses Jahr wieder auf eine bemerkenswerte Nachwuchs-Schar bei Adebar. Den Rekord von 91 Storchenbabys aus dem letzten Jahr konnten die beliebten Federtiere damit zwar nicht brechen, aber das sei kein Grund zur Sorge, sagt Christine Krämer, die zoologische Leiterin des Luisenparks.

Im Gegenteil sogar: „Trotz eines Kälteeinbruchs in den Vormonaten hat es wenig Ausfälle gegeben.“ Mit insgesamt 44 Brutpaaren in 44 Nestern, von denen letztendlich 35 erfolgreich Nachwuchs bekommen haben, verbucht der Luisenpark allerdings doch einen neuen Höchststand: Letztes Jahr waren es noch 42 Pärchen, die verliebt in ihren Nestern klapperten.

Im Herzogenriedpark gibt es drei Jungtiere von einem Brutpaar zu vermelden.

Die störchische Erfolgsgeschichte im Luisenpark geht also weiter. Ihre Anfänge fand sie, wie Christina Krämer erzählt, im Jahr 1975 zur Bundesgartenschau. „Damals hatte man so genannte Lockpaare, die zum Beispiel in Volieren gehalten wurden, eingesetzt. Sie sollten Störche zum Brüten anziehen.“

Und es waren tatsächlich auch immer mal wieder Störche zu Gast, die jedoch wieder wegzogen. Doch dann, im Jahr 1985, kam Manfred. Und alles änderte sich. Der bulgarische Wildstorch, wahrscheinlich einst von Schmugglern nach Deutschland gebracht, blieb und legte damit den Grundstein für die stetig wachsende Storchenpopulation in Mannheims beliebtem Stadtpark.

„Er hat bis 2016 bei uns gelebt“, so Christina Krämer, die davon ausgeht, dass er heute nicht mehr unter uns weilt. „Zumindest habe ich ihn schon lange nicht mehr gesehen“, sagt sie.

Er könnte in etwa sagenhafte 37 Jahre alt geworden sein. Das Durchschnittsalter eines Weißstorchs in freier Wildbahn liegt hingegen eher bei acht bis zehn Jahren.