27. Juni 2019

Mahnwache für tödlich verunglückten Radfahrer

Fahrrad am Zaun
Ein solches 'Ghostbike' wird bei der Mahnwache am Unglücksort aufgestellt. Foto: zg

Friedrichsfeld

Ein 34-jähriger Radfahrer wurde am 18. Juni 2019 in der Elsa-Brandström-Straße, von einem LKW erfasst und tödlich verletzt. Der Fahrradfahrer fuhr auf dem rechten Radweg in gleicher Richtung wie der LKW, der ihn beim Rechtsabbiegen in eine Firmenzufahrt übersah.

Der Radfahrer wurde überrollt und unter dem Lastwagen eingeklemmt. Dabei erlitt er tödliche Verletzungen.

Die Mannheimer Fahrrad-Community ist tief betroffen und spricht den Angehörigen und Freund*innen ihr Mitgefühl aus. Als Zeichen der Anteilnahme und der Erinnerung wird am 28. Juni 2019 eine Fahrrademonstration vom Wasserturm um 18:30 Uhr startend, zur Unfallstelle fahren und dort ein Ghostbike (https://de.wikipedia.org/wiki/Ghost_Bike) niederlegen. Radfahrer*innen sind zur Teilnahme aufgerufen.

Auch der Unfall vom 22. Juni 2019 in der Friedrich-Eber-Straße, bei dem ein PKW-Fahrer die rote Ampel überfuhr und dabei einen 33jährigen Radfahrer lebensgefährlich verletzte macht der Community große Sorgen.

Die Raserei der Poser und Protzer, sowie die zugeparkten Radwege gefährden beim Radfahren und bremsen den möglichen Umstieg vom Auto aufs Rad.

Daher muss das Radfahren dringend sicherer werden.

"Wir fordern die Pflicht zum Einbau von LKW-Abbiegeassistenten. Die Stadt Mannheim könnte die Einfahrt ins Stadtgebiet für LKWs nur mit dieser Einrichtung gestatten, so wie es bereits einige Städte getan haben. Radler*innen schonen die Umwelt, verringern durch ihre Radfahrten den Autostau, verbrauchen deutlich weniger Ressourcen.

Wer die Verkehrswende will, muss das Radfahren sicherer machen durch freie Routen und autofreie Fahrradstrecken", heißt es in der Pressemitteilung zur Mahnwache.