1. März 2019

Bund sagt Machbarkeitsstudie für Umfahrung oder Untertunnelung zu

Mannheim

Wie Bundestagsabgeordneter Nikolas Löbel mitteilt, hat ihn das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur schriftlich darüber informiert, dass eine Machbarkeitsstudie für eine Umfahrung Mannheims oder eine Tunnellösung im Zuge der nun anstehenden Trassen- und Kostenplausibilisierung möglich wäre.

In einem Schreiben vom Dezember 2018 hatte Löbel im Anschluss an eine von ihm initiierte Bürgerinformationsveranstaltung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Steffen Bilger eben diese Machbarkeitsstudie mit Blick auf die Ertüchtigung der östlichen Riedbahn sowie die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim gefordert.

Die nun getroffene Zusage des Bundesverkehrsministeriums bewertet Löbel als eine wichtige Nachricht für Mannheim. Natürlich stünden alle Investitionen bei solchen Infrastrukturmaßnahmen immer unter dem Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit.

Über die Frage, ob der Bund tatsächlich mehr Geld als gesetzlich vorgesehen ausgeben will, könne nur der Deutsche Bundestag entscheiden. „Für die fachliche Prüfung hingegen, wie eine Streckenführung an Mannheim vorbei oder unter Mannheim hindurch aussehen könnte, dafür sind die Aufgabenträger, der Bund und die Bahn, zuständig“, so Löbel.

Wenn die Stadt nun klar gegenüber dem Ministerium den Wunsch äußere, diese Alternativen geprüft haben zu wollen, werde der Bund eine solche Machbarkeitsstudie vornehmen. „Das ist wichtig für alle weiteren Planungen“, so Löbel.

Doch bisher sei beim Bund noch immer im Hinterkopf verankert, dass die Mannheimer wünschen, dass jeder Zug über den Hauptbahnhof rollt - egal ob ICE oder Güterzug. Diesen Wunsch müsse die Stadtspitze dahingehend präzisieren, dass jeder ICE, der bisher Mannheim ansteuert, auch in Zukunft am Hauptbahnhof hält.

Hingegen sollen Güterzüge, die nicht den Rangierbahnhof Mannheim zum Ziel haben, an Mannheim vorbei fahren. Ob Ähnliches auch für zusätzliche Personenfernverkehre, die bisher aus Kapazitätsgründen Mannheim nicht anfahren können, gelten soll, müsse die Stadtspitze entscheiden.

„Um eine Machbarkeitsstudie des Bundes auf den Weg zu bringen, muss nun die Stadt gemeinsam mit der Region das richtige Signal nach Berlin auf den Weg bringen“, fasst Löbel abschließend.