25. August 2021

Weniger Lehrer an den Schulen

Schulgebäude
Eltern an zwei Mannheimer Schulen fürchten um die Betreuung ihrer Kinder mit pädagogischem Sonderbedarf. Hintergrund ist die Kürzung von Lehrerstellen. Foto: red

Gartenstadt

Es gibt zwar eine Perspektive, aber die macht nicht wirklich Hoffnung, denn sie ist nur für das kommende Schuljahr vorgesehen. Der Hermann-Gutzmann-Schule und der Eugen-Neter-Schule wurden vom Land jeweils weitere sieben Lehrkräfte zugebilligt.

Darüber informierte das Staatliche Schulamt Mannheim. Die Sache hat jedoch mehr als nur einen Haken. Bis zum Schulbeginn müssen die neuen Sonderpädagogik-Fachkräfte gefunden sein. Wegen der Befristung müssen diese jedoch damit rechnen, dass sie – falls sie gefunden werden – in den Sommerferien 2022 kein Gehalt erwarten können.

Durch den Fachkräftemangel stand an der Hermann-Gutzmann-Schule der Verlust des Ganztagsstatus bevor. Die Eltern hatten schon im April auf die schwierige Situation hingewiesen.

An der Eugen-Neter-Schule wird es voraussichtlich eine Reduzierung des Ganztagsbetriebes von bisher vier auf drei Tage geben. Wegen der Situation an beiden Schulen hat man sich seitens der Eltern an die Volksvertreter gewendet, auch an Stefan Fulst-Blei.

Der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Mannheimer SPD-Fraktion reagierte umgehend mit einem Ministerbrief an die zuständige Landesministerin Theresa Schopper, wo er auf die Dringlichkeit des Problems hinwies.

Er forderte: „Das Land muss mehr Lehrkräfte einstellen! Hier drohte, dass einer Schule der Ganztagsunterricht genommen wird. Eltern hatten Angst um die Betreuung und wussten nicht, ob sie ihren Beruf aufgeben müssen.“