16. Oktober 2019

Historischer Ortsrundgang durch Ilvesheim

Ilvesheim

In einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch im März 766 erstmals als Ulvinisheim erwähnt, gilt Ilvesheim als eine Gründung aus der Zeit der fränkischen Landnahme. Doch weist seine Geschichte, wie Besiedelungsspuren ganz unterschiedlicher Kulturstufen belegen, viel weiter in die Vergangenheit.

Seit Ende des 13. Jahrhunderts gehörte Ilvesheim zur Kurpfalz, die Ortsherrschaft übten verschiedene Adelsgeschlechter, zuletzt die Herren von Hundheim, aus.

Als eigenständige Kommune blieb Ilvesheim zwar von der nahe gelegenen Großstadt Mannheim immer getrennt (wiederholt waren Eingemeindungsversuche gescheitert), wurde aber von ihr doch in vielfältiger Weise beeinflusst: Es war gerade der Sog der Kurpfalzmetropole, der Ilvesheim einen grundlegenden Wandel vom Fischer-, Schiffsreiter- und Bauerndorf zu einer suburban geprägten Arbeiterwohngemeinde mit heute über 9.300 Einwohnern nehmen ließ.

Der historische Rundgang soll entlang einiger markanter Wegmarken im Ortskern die Historie, die Eigenheiten und Alleinstellungsmerkmale der Inselgemeinde näherbringen.

Der Weg wird unter anderem vorbeiführen an der katholischen Barockkirche, deren Schöpfer der in kurfürstlichen Diensten stehende Hofbaumeister Franz Wilhelm Rabaliatti war, am Hundheim‘schen Schloss (1700 auf den Trümmern der im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstörten Erlenburg neu erbaut), am Haus des Unternehmers Ludwig Schäfer, sodann an der alten evangelischen Kirche, dem Bürgerhaus Hirsch und der Synagoge in der Hauptstraße.

Veranstaltet wird der Rundgang, den Markus Enzenauer vom Marchivum leiten wird, vom Verein Badische Heimat. Er findet statt am Freitag, 18. Oktober, 15.45 Uhr, Treffpunkt: Chécy-Platz, Schlossstraße Ilvesheim (gegenüber Rathaus). Beginn der Führung: 16 Uhr. Keine Teilnahmegebühr, barrierefrei.