Bürgerdienst Neckarau bleibt vorerst im Rathaus
NECKARAU. „Wir hofften, bald am Ziel zu sein, aber stehen wieder am Anfang“. So schilderte Matthias Steffan, Referent des Ersten Bürgermeisters Christian Specht, bei der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats Neckarau das Stadium der Pläne der Verwaltung, den Bürgerdienst Neckarau vom Rathaus in das historische Seilwolff-Gebäude umzusiedeln. Den Bürgern mehr Service, mehr Leistung vor Ort zu bieten, war das Ansinnen, das im Rathaus Neckarau, in dem die Bürgerdienste untergebracht sind, schwer möglich sein wird, denn das historische Gebäude entspricht nicht mehr den Ansprüchen, denen ein moderner Bürgerdienst genügen sollte, führte Steffan aus. Es fehle an Platz im Inneren und Parkplätzen außen, aber vor allem sei das Haus nicht barrierefrei und ein entsprechender Umbau nicht machbar.
So glaubte man, in dem historischen Seilwolff-Gebäude ideale Räumlichkeiten gefunden zu haben, in denen das Leistungsangebot des Bürgerdiensts ausgebaut werden könnte. Gespräche mit der Betreiberfirma HBB in Lübeck wurden seit 2009 unter positiven Vorzeichen geführt, bis 2010 ein Eigentümerwechsel stattfand und eine französische Fondsgesellschaft eingestiegen ist, mit der man sich wegen astronomisch hoher Mietforderungen nicht handelseinig wurde und daher die Pläne auf Eis legte.“ Das heißt, dass der Bürgerdienst im Rathaus Neckarau bleibt“, erklärte Steffan den Bezirksbeiräten. Man werde die Situation genau prüfen und neue Pläne ausarbeiten. Auch eine Sanierung des Rathauses soll in die Überlegungen einbezogen werden.
Obwohl das Rathaus als Zentrum Neckaraus außer Frage steht, bedauerten die Räte diese Entwicklung, gehe sie doch mit einem Leerstand des historischen Seilwolff-Gebäudes einher, das weder den Geschäften im Center noch der Vermieterin gut tue, kritisierte Mathias Kohler das fehlende Entgegenkommen der neuen Eigentümerfirma. Da der Bürgerdienst nur die Hälfte der rund 1000 m² Fläche benötigt hätte, hätten sich eventuell Partner finden lassen, um die Miete gemeinsam zu stemmen. Rosemarie Rehberger regte angesichts der neuen Situation eine Prüfung der Möglichkeiten an, das Rathaus behindertengerecht umzubauen. Neue konkrete Planungen den Bürgerdienst betreffend gäbe es keine, räumte Steffan ein, sagte aber eine „Aufhübschung“ der historischen Rathäuser in Mannheim, und damit auch in Neckarau, zu. cm







