Kappenabend ersetzte die Prunksitzung

Das anmutige Männerballett, die Theresia Dancers, beim Auftritt im heimischen Theresia-Saal. Bild: Losert
RHEINAU. Recht gelungen und lustig war der Kappenabend im Jahre 1 ohne Prunksitzung der Rheinauer Sandhase im Theresia-Saal auf dem Pfingstberg, mit drei Büttenreden, einem klassischen Ballet sowie einem Frauenchor.
Gleich nach der ersten Begrüßungsrunde durch Präsident Manfred Schenck stieg Verena Kubinski in die Bütt‘ und begeisterte das Publikum. Aus Funk und Fernsehen bekannte Melodien aller Genres unterlegten die Mannemer Weiber mit eigenen kurpfälzischen Texten. Auch die Damen, pardon, Weiber, hatten Beifallsstürme und Zugaberufe gepachtet. Auf die Zugabe mussten die Besucher warten, aber sie kam zu fortgeschrittener Stunde. Senatspräsiden Dieter Linke zeichnete die Weiber mit dem Jahresorden der Sandhase aus.
Kaum waren die Weiber zu „ordentlichen Menschen“ gemacht, startete Präsident Schenck die zweite Begrüßungsrunde. Er begrüßte die Bürgermeisterin Patricia Popp, der Vorsitzende der BASF-Siedlergemeinschaft Wolfgang Lehmpfuhl, der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Kurt Kubinski sowie das Funkenmariechen der Rheinauer Fastnacht, Erika Schmaltz.
Kaum war die neue Bürgermeisterin und Ehrensenatorin begrüßt, stieg sie in die Bütt‘ und gab auch eine Geschichte zum Besten.
Hans Schmitt, bekannter Büttenredner, kam als Schönheitsberater von Angela Merkel. Als Schönheitschirurg hatte er da einiges im Umfeld der Kanzlerin zu operieren.
Der Anmutige, graziöse, liebreizende Höhepunkt der kleinen Prunksitzung kam zum Schluss. Männer im zarten Tutu, ein Ballettrock aus mehreren Schichten Tüll. Da riss es selbst Mannemer Weiber vor Begeisterung von den Sitzen. Die Theresia Dancers brachten eine klassische Ballettstunde, einstudiert vom Rheinauer Funkenmariechen Erika Schmaltz, auf die Bühne. Einhellige Meinung: Dieser Auftritt hätte jeder Prunksitzung zur Ehre gereicht.
Um Mitternacht gab es dann Sekt und ein Hoch-soll-er-leben für Peter Thal; der stellvertretende Vorsitzende des Friedhofsvereines wurde 65 Jahre alt. An dieser Stelle, Dir lieber Peter, auch Glückwünsche von Verlag und Redaktion!


