23. Juli 2018

Tempobeschränkung in der Wallonenstraße?

Parkende Autos
So sieht es täglich in der Wallonenstrasse aus, sehr zum Ärger der Anwohner. Foto: zg

Friedrichsfeld

Neben den Beschwerden die Bahnarbeiten betreffend gab es bei der letzten Bezirksbeiratssitzung auch Klagen darüber, dass die Wallonenstraße inzwischen mit vielen Sprintern zugeparkt ist, die sich zudem an keine Geschwindigkeitsbegrenzung halten.

Auch zu diesem Thema hatte die Sitzungsleiterin Marianne Seitz (CDU) einen Ortstermin vereinbart, an dem neben ihren Stadtratskollegen Ralph Waibel (SPD) und Holger Schmid (Freie Wähler, ML) auch die Bezirksbeiräte Irene Steinmann, Doris Friedrich und Pia Moog (alle SPD), Gunter Grittmann (CDU) und Reinhard Schatz (Freie Wähler, ML) teilnahmen.

Dem zuständigen Fachbereich ist die Problematik bereits bekannt. Klaus Eberle, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung erklärte, dass derzeit in dem Wohnhaus neben der evangelischen Kirche 30 Personen mit Erstwohnsitz gemeldet sind. „Manche melden sich aber an und nicht wieder ab“, so Eberle. Von daher könne die genaue Anzahl nicht ermittelt werden. Das werde derzeit noch geprüft.

Möglich ist auch, dass der Besitzer für das Haus eine Nutzungsänderung in ein Arbeiterwohnheim beantragt, was aber keinesfalls genehmigt wird. Es handelt sich hierbei um Mitarbeiter eines Onlinehändlers, die eben alle ihre Sprinter in der Wallonenstraße parken.

Beim Ortstermin allerdings war kein einziger davon zu sehen, weshalb vermutet wurde, sie hätten wohl diesbezüglich einen Tipp bekommen. Allerdings gibt es Fotos, die das ganze belegen. Für die Anwohner aber auch die Besucher der evangelischen Kirche gibt es daher enorme Probleme, einen freien Parkplatz zu finden.

„Von abends halb zehn bis morgens halb zehn  standen hier schon bis zu 17 weiße Autos“, so Pfarrerin Monika Mayer-Jäck. Sie würden wohl oft durch lautes Hupen auf sich aufmerksam machen und auch keine Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten.

Eine in der Bezirksbeiratssitzung noch angedachte Spielstraße sei nicht machbar, so Eberle. Wohl aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h, die dann aber auch überwacht wird, beispielsweise mit einem mobilen Blitzer. Inzwischen parkt in der Straße auch schon ein 7,5 Tonner LKW. Die Anwohner befürchten, dass es auch davon in nächster Zeit noch mehr geben werde.

Hier könne man mit einem Begrenzungsschild, das nur das Parken von PKW erlaubt, zu denen aber auch die schon angesprochenen Sprinter gehören, schnell Abhilfe schaffen, so Klaus Eberle. Die übrige Beschilderung allerdings würde wohl bis zu sechs Monate dauern. „Wir haben da derzeit einen ziemlichen Stau“, so der Fachbereichsleiter.

Weitere Möglichkeiten, wie etwa ein generelles Parkverbot oder auch Anwohnerparkplätze wurden wieder verworfen. „Ein Parkverbot wäre natürlich wegen unserer Kirchenbesucher total kontraproduktiv“, warf Monika Mayer-Jäck ein.

Und Anwohnerparkplätze lösen das Problem nicht, da die dann ja auch von den Arbeitern genutzt werden können, da alle ordnungsgemäß hier gemeldet sind. Also bleibt fürs erste die Lösung der Geschwindigkeitsbegrenzung.

Wir werden das genau beobachten und gegebenenfalls auch noch andere Maßnahmen ergreifen, so Eberle.